Ratgeber

Was anziehen im Kletterwald? Kleidung, Schuhe, Handschuhe

Welche Kleidung, Schuhe und Handschuhe sich im Kletterwald bewähren, was der Park stellt und was in den Rucksack gehört.

Die richtige Kleidung entscheidet im Kletterwald darüber, ob Sie sich frei bewegen und sicher stehen oder ob Schuhe rutschen, Hosen kneifen und der Gurt scheuert. Gute Nachricht: Spezielle Kletterkleidung brauchen Sie nicht. Was im Schrank liegt, reicht in den meisten Fällen, wenn es ein paar Kriterien erfüllt. Diese Seite zeigt, was sich bewährt hat, was der Park stellt und was in den Rucksack gehört.

Die Grundausstattung im Überblick

Schuhe

Feste, geschlossene Sportschuhe oder leichte Wanderschuhe mit griffiger Sohle. Keine Sandalen, keine glatten Ledersohlen.

Hose

Bequeme lange Hose, die dehnbar ist und nicht in den Kniekehlen kneift. Schützt vor Schürfwunden und Gurtdruck.

Oberteil

T-Shirt oder Langarmshirt, das lang genug ist, um unter dem Gurt nicht hochzurutschen. Bei Kälte eine eng anliegende Jacke.

Hände

Handschuhe optional, aber angenehm. Eng anliegend, damit Sie Karabiner sicher bedienen können.

Haare und Schmuck

Lange Haare zusammenbinden. Ringe, Ketten und große Ohrringe ablegen, sie können hängen bleiben.

Taschen

Hosentaschen leeren oder mit Reißverschluss schließen. Was herunterfällt, kann Menschen unter Ihnen treffen.

Schuhe: Das wichtigste Kleidungsstück

Auf schmalen Balken, Trittschlingen und Netzen brauchen Sie Halt und ein gutes Gefühl für den Untergrund. Bewährt haben sich Turnschuhe, Trailrunning-Schuhe oder leichte Wanderschuhe. Sehr dicke, steife Bergstiefel sind möglich, schränken aber das Gefühl auf schmalen Tritten ein. Kletterschuhe aus der Halle sind dagegen ungeeignet: Sie sind für kleine Tritte an der Wand gemacht, nicht für Holz, Seil und Waldboden, und auf Dauer unbequem.

Achten Sie darauf, dass die Schnürsenkel fest gebunden sind und nicht herunterhängen. Ein Schuh, der in zehn Metern Höhe vom Fuß rutscht, ist ärgerlich und für Menschen darunter gefährlich.

Hose und Oberteil

Der Klettergurt sitzt um Hüfte und Oberschenkel. Kurze Hosen sind erlaubt, aber die Beinschlaufen können auf nackter Haut scheuern, und an Rinde und Netzen holt man sich leicht Kratzer. Eine dünne, dehnbare lange Hose ist deshalb die bessere Wahl, etwa eine Trainingshose oder Wanderhose. Jeans gehen, sind aber oft steif und bei Nässe unangenehm.

Beim Oberteil gilt: lieber etwas länger. Kurze Shirts rutschen unter dem Gurt hoch, und weite Kapuzenpullover mit Kordeln können sich verfangen. Kordeln und Schals sollten Sie ablegen oder einstecken.

Handschuhe

Ob Handschuhe sinnvoll sind, ist Geschmackssache. Sie schützen vor Blasen, wenn Sie lange an Stahlseilen entlanggreifen oder die Seilrolle führen, und halten im Frühjahr und Herbst die Finger warm. Wichtig ist, dass sie eng anliegen. Dicke Winterhandschuhe sind ungeeignet, weil Sie damit Karabiner schlecht bedienen. Viele Parks verkaufen einfache Kletterhandschuhe, eng anliegende Fahrrad- oder Arbeitshandschuhe tun es auch.

Was der Park stellt

In praktisch allen Kletterwäldern ist die Sicherheitsausrüstung im Preis enthalten:

  • Klettergurt, angepasst an Ihre Größe
  • Sicherungsset mit Karabinern oder einem durchlaufenden System
  • Seilrolle für Seilrutschen
  • je nach Park ein Helm, für Kinder oft verpflichtend

Eigene Klettergurte und Karabiner dürfen Sie in der Regel nicht verwenden, weil das Sicherungssystem des Parks auf seine Ausrüstung abgestimmt ist. Warum das so ist, erklärt die Seite Sicherheit im Hochseilgarten.

Packliste für den Rucksack

Das gehört in den Rucksack

  • Trinkflasche mit ausreichend Wasser
  • Kleine Snacks für Pausen
  • Sonnencreme und Mückenschutz
  • Wetterfeste Jacke für den Rückweg
  • Wechselshirt, besonders an warmen Tagen
  • Haargummi und Brillenband
  • Kleines Erste-Hilfe-Set mit Pflastern
  • Kopie der Einverständniserklärung, wenn Jugendliche allein kommen

Den Rucksack nehmen Sie nicht mit in den Parcours. Die meisten Parks haben Schließfächer oder einen Ablagebereich.

Bei Regen, Hitze und Kälte

Regen: Holz und Seile werden rutschig. Griffige Sohlen und Handschuhe helfen. Eine dünne Regenjacke ist besser als ein Poncho, der sich verfangen kann.

Hitze: Leichte, atmungsaktive Kleidung und genug Wasser. Im Wald ist es zwar schattiger, an Seilrutschen und Plattformen aber oft sonnig.

Kälte: Mehrere dünne Schichten statt einer dicken Jacke, eng anliegende Mütze unter dem Helm, Handschuhe. Nach dem Klettern schnell eine warme Schicht überziehen.

Häufige Fehler bei der Kleidung

Einige Fehler sehen Parkteams immer wieder. Weite, flatternde Kleidung bleibt an Ästen und Karabinern hängen. Neue, nicht eingelaufene Schuhe drücken nach einer Stunde auf schmalen Tritten. Wer im Hochsommer nur ein Trägershirt trägt, hat nach der ersten Seilrutsche rote Stellen an den Schultern, wo die Gurtschlaufen reiben können. Und wer das Handy lose in der Jackentasche trägt, riskiert, dass es in zehn Metern Höhe herausrutscht. Ein Handy gehört, wenn überhaupt, in eine fest verschlossene Tasche; Fotos machen Sie besser von den Plattformen aus, gut gesichert und mit beiden Füßen auf festem Grund.

Kinder richtig anziehen

Für Kinder gelten dieselben Regeln, mit zwei Ergänzungen: Kleidung, die schmutzig werden darf, und eine Garnitur zum Wechseln im Auto. Mehr zum Familienausflug steht unter Kletterwald mit Kindern. Und wer sich nicht nur äußerlich, sondern auch körperlich vorbereiten möchte, findet Tipps unter Fit für den Kletterwald.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Kann ich im Kletterwald Sandalen oder Flip-Flops tragen?
Nein. Offene Schuhe sind in fast allen Parks verboten, weil sie keinen Halt geben, leicht verloren gehen und die Füße nicht schützen. Feste Sportschuhe oder leichte Wanderschuhe sind die richtige Wahl.
Brauche ich Handschuhe im Kletterwald?
Sie sind nicht Pflicht, werden aber von vielen empfohlen. An Stahlseilen und beim Führen der Seilrolle können Hände wund werden. Viele Parks verkaufen oder verleihen einfache Handschuhe, eng anliegende Fahrrad- oder Arbeitshandschuhe funktionieren ebenfalls.
Was stellt der Kletterwald zur Verfügung?
In der Regel Klettergurt, Sicherungsset mit Karabinern oder Rolle und häufig einen Helm. Kleidung, Schuhe und Handschuhe bringen Sie selbst mit, Handschuhe gibt es oft vor Ort.
Darf ich mit Brille klettern?
Ja, in der Regel schon. Eine Brille sollte gut sitzen, ein Brillenband verhindert, dass sie herunterfällt. Sonnenbrillen gehören wegen des Schattens im Wald und der Sturzgefahr eher in den Rucksack.

Zuletzt überarbeitet am 27. Oktober 2026 von der Redaktion forestjump.de. Angaben ohne Gewähr: Maßgeblich sind die Regeln und die Sicherheitseinweisung des jeweiligen Parks.